Verputzen: die Fläche, auf der alles andere sitzt.

Innenputz, Ausbesserungen nach Leitungsarbeiten und Rissbehandlung – mit dem Putzsystem, das zum Untergrund passt, und mit der Trocknungszeit, die es tatsächlich braucht.

Leistungsumfang

Was wir übernehmen.

  • Gips-, Kalk- und Kalkzementputz auf Neu- und Altuntergründen
  • Ausbesserungen nach Elektro- und Sanitärschlitzen, Durchbrüchen und Rückbau
  • Risse öffnen, armieren und schließen statt nur überspachteln
  • Feuchtraumputze im Bad, abgestimmt mit der Abdichtung
  • Sanierputzsysteme bei salz- und feuchtebelastetem Mauerwerk
  • Glätten bis zur vereinbarten Qualitätsstufe für den Folgeanstrich
Sanierputz beseitigt keine Ursache: Er nimmt Salze auf und hält die Oberfläche länger trocken – die Feuchtequelle selbst bleibt. Wir klären deshalb zuerst, woher die Feuchte kommt, und dokumentieren den Befund. Erst danach schlagen wir ein Putzsystem vor.

Häufige Fragen

Wie lange muss frischer Putz trocknen?

Als Faustwert gilt bei Kalk- und Zementputzen etwa ein Tag je Millimeter Auftragsdicke, bei Gipsputz geht es schneller. Raumklima und Jahreszeit verschieben das deutlich. Den Folgetermin für Maler- oder Bodenarbeiten legen wir deshalb erst fest, wenn die Fläche es hergibt.

Lassen sich Risse dauerhaft schließen?

Setzungsrisse in ruhendem Mauerwerk ja. Arbeitet ein Bauteil weiter, kommt der Riss zurück – dann hilft nur eine Bewegungsfuge oder die Beseitigung der Ursache. Wir sagen vorher, in welche Kategorie ein Riss unserer Einschätzung nach fällt.

Muss die alte Tapete vorher herunter?

Ja. Putz braucht einen tragfähigen, saugenden Untergrund. Auf Tapete oder losen Altanstrichen hält kein Putzsystem dauerhaft.

Kurz gefasst

Eigene HandwerkerFestangestellt, keine Sub-Subunternehmer
MeisterbetriebEingetragen bei der Handwerkskammer Konstanz
EinsatzgebietLandkreis Konstanz – Singen, Radolfzell, Konstanz, Stockach und der Hegau
Ablauf

In vier Schritten zum Ergebnis.

01

Anfrage

Welche Flächen, welcher Anlass – Neuputz, Ausbesserung oder Feuchteschaden?

02

Begehung

Untergrund, Feuchte und Rissbild beurteilen, bei Bedarf mit Messung.

03

Kostenvoranschlag

Putzsystem, Aufbauhöhe und Qualitätsstufe schriftlich festgehalten.

04

Ausführung & Trocknung

Auftrag, Trocknung, Glättung – Folgegewerke terminieren wir erst, wenn die Fläche es zulässt.

Fachwissen

Kalk, Gips, Lehm oder Sanierputz: der Untergrund entscheidet.

Ein Putzsystem wird nicht nach Geschmack gewählt. Es folgt aus dem Untergrund, aus der Feuchtebelastung des Bauteils und aus der Oberfläche, die später darauf soll. Auf demselben Mauerwerk kann Gipsputz im Wohnzimmer richtig und im Keller falsch sein. Am Anfang steht deshalb die Beurteilung von Untergrund, Feuchte und Rissbild – der Vorschlag für den Aufbau kommt danach.

Putzart Eigenschaften Untergrund und Einsatz Qualitätsstufe und Trocknung
Gipsputz glatt, schnell abbindend, gut zu glätten Wohn- und Schlafräume; nicht für dauerhaft feuchte Bauteile; im Bad nur in gering beanspruchten Bereichen und nur hinter einer Abdichtung nach DIN 18534, im Duschbereich gehört ein zementgebundener Putz darunter Q2 bis Q4; trocknet vergleichsweise schnell
Kalkputz diffusionsoffen, alkalisch – das erschwert in der Regel Schimmelbewuchs; vergleichsweise weich Altbau und Mauerwerk mit wechselnder Feuchte, Feuchteregulierung im Raum Q2 bis Q3; deutlich längere Trocknung
Kalkzementputz fest, feuchteunempfindlich, hoch belastbar Keller, Bad, Sockelbereich, Untergrund unter Abdichtung und Fliesen Q2; Standzeit vor dem Folgegewerk einplanen
Lehmputz reguliert die Raumfeuchte, weich und druckempfindlich Wohnräume in Eigennutzung, kein Spritzwasser; Anstrich mit Lehm- oder Silikatfarbe Oberfläche nach Vereinbarung; langsame Trocknung
Sanierputz nach WTA-Merkblatt 2-9 (jeweils geltende Fassung) porenreich, nimmt Salze auf, wasserabweisende Oberfläche salz- und feuchtebelastetes Mauerwerk, Kellerwände – beseitigt die Ursache nicht Q2; mehrlagiger Aufbau mit Standzeit zwischen den Lagen

Die Qualitätsstufen Q1 bis Q4 beschreiben nicht die Güte der Arbeit, sondern die vereinbarte Oberfläche: Q1 ist die reine Funktionsfläche, Q2 gilt in der Regel als Standard, wenn nichts anderes vereinbart wurde, Q3 und Q4 sind für Streiflicht, glatte Beläge und glänzende Anstriche gedacht. Wie lange eine Fläche danach trocknen muss, hängt an Auftragsdicke, Putzart und Raumklima – Folgegewerke terminieren wir erst, wenn die Fläche es zulässt, und nicht nach Kalender. Zu Rissen an der Fassade und zu feuchtebedingtem Bewuchs im Innenraum haben wir eigene Ratgeber: Risse im Putz und Fassadenreparatur und Schimmel in der Wohnung beseitigen.

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