Wohnung wieder vermietbar machen: Reihenfolge der Arbeiten nach Auszug

Der Mieter ist ausgezogen, die Schlüssel liegen auf dem Tisch – und jede Woche ohne Mieteinnahme kostet. Dieser Beitrag ordnet die Arbeiten nach dem Auszug in die Reihenfolge, in der sie sich nicht gegenseitig behindern: Übergabe und Entscheidung zuerst, dann Substanz, Technik, Oberflächen und Boden, zuletzt Reinigung, Fotos und Übergabe an den neuen Mieter. Für Vermieter, Kapitalanleger und Hausverwaltungen im Landkreis Konstanz.

Lesezeit: ca. 12 Minuten · Stand: November 2026

Kurz gesagt: Eine Wohnung wird in dieser Reihenfolge wieder vermietbar: Übergabe mit Protokoll und Fotos, Entscheidung zwischen Auffrischen und Modernisieren, dann Substanz vor Oberfläche – Feuchte und Reparaturen zuerst, danach Technik und Sanitär, Putz und Trockenbau, Malerarbeiten, Böden, Küche und Einbauten, zuletzt Reinigung, Fotos für das Inserat und die Übergabe an den neuen Mieter. Wer die Entscheidungen vor dem ersten Handgriff trifft, vermeidet Doppelarbeit und Leerstand.

Der Beitrag Wohnung vor Neuvermietung renovieren beschreibt die Gewerke und Maßnahmen im Überblick. Hier geht es um die Entscheidungen dazwischen: Was muss geklärt sein, bevor der erste Handwerker kommt? Welche Arbeit blockiert welche andere? Und woran erkennen Sie, dass die Wohnung wirklich fertig ist – nicht nur frisch gestrichen?

Wir schreiben das aus der Sicht des ausführenden Betriebs. Seit Jahren bringen wir im Landkreis Konstanz Leerwohnungen für Vermieter, Kapitalanleger und Hausverwaltungen wieder an den Markt – in Etagenwohnungen in Singen und Radolfzell ebenso wie in Altbauwohnungen in Konstanz. Die Reihenfolge unten ist das, was sich dabei bewährt hat.

Womit beginnt die Wiedervermietung – schon vor dem Auszug?

Mit der Übergabe: Ein Übergabeprotokoll mit Fotos, Zählerständen und Mängelliste hält fest, in welchem Zustand der Mieter die Wohnung zurückgibt – es ist die Grundlage für die Kautionsabrechnung und zugleich die erste Bestandsaufnahme für die Arbeiten.

Der Mieter ist verpflichtet, die Mietsache nach Beendigung des Mietverhältnisses zurückzugeben (§ 546 BGB). Was er dabei schuldet, hängt vom Mietvertrag ab – und davon, was vertragsgemäßer Gebrauch war: Veränderungen oder Verschlechterungen, die durch den vertragsgemäßen Gebrauch entstanden sind, hat der Mieter nicht zu vertreten (§ 538 BGB). Dübellöcher, abgenutzte Böden und vergilbte Anstriche nach langer Mietdauer sind in der Regel genau das. Ob und in welchem Umfang der Mieter Schönheitsreparaturen schuldet, hängt nach unserem Kenntnisstand von der Klausel im Mietvertrag und ihrer Wirksamkeit ab; die Einordnung im Einzelfall übernehmen Vermieter, Mieter und ihre rechtlichen Berater – wir leisten keine rechtliche Beratung. Der Beitrag Schönheitsreparaturen beim Auszug ordnet die Fälle.

Für die Reihenfolge der Arbeiten ist das Protokoll aus einem zweiten Grund wichtig: Ersatzansprüche des Vermieters wegen Veränderungen oder Verschlechterungen verjähren nach § 548 BGB in kurzer Frist, und die Frist beginnt mit der Rückgabe. Wer Mängel erst nach Wochen aufnimmt, hat sie womöglich schon nicht mehr durchsetzbar. Deshalb: Übergabe mit Protokoll, Fotos Raum für Raum mit Datum, Zählerstände, Schlüsselanzahl – am Tag der Rückgabe, nicht später. Wer nicht selbst vor Ort sein kann, lässt die Übergabe als Wohnungsübergabe mit Protokoll durchführen.

Auffrischen oder modernisieren – welche Entscheidung fällt vor dem ersten Handgriff?

Die Entscheidung, ob die Wohnung nur in den vertragsgemäßen Zustand zurückgebracht wird oder ob der Leerstand für Modernisierungen genutzt wird – denn ein neues Bad, neue Böden oder eine neue Elektrik ändern die Reihenfolge aller anderen Arbeiten.

Ein Leerstand ist der passende Zeitpunkt für Arbeiten, die im bewohnten Zustand mühsam sind: Bad, Böden, Leitungen, Küche. Zugleich ist er der teuerste, weil jede Woche ohne Miete zählt. Deshalb gehört die Entscheidung an den Anfang, nicht in die Mitte: Wird nur aufgefrischt – Anstrich, Kleinreparaturen, Reinigung –, dauert das wenige Gewerke und eine kurze Abfolge. Wird modernisiert, kommen Rückbau, Installation und Trocknungszeiten hinzu, und die Reihenfolge wird zu einem Bauablauf mit festem Terminplan.

Drei Fragen helfen bei der Entscheidung. Erstens: Was muss ohnehin erneuert werden, weil es das Ende seiner Nutzungsdauer erreicht hat – Beläge, Armaturen, Silikonfugen, Leitungen? Zweitens: Was verlangt die Zielgruppe, die Sie vermieten wollen – der Beitrag Zielgruppengerecht sanieren zeigt, wie Ausstattung und Lage zusammenpassen müssen? Drittens: Was davon ist Modernisierung mit Auswirkung auf die Miete und was Instandhaltung – die Abgrenzung erklärt Modernisierung oder Instandhaltung. Die Antworten ergeben den Umfang; der Umfang ergibt die Reihenfolge.

Warum kommt die Substanz vor der Oberfläche?

Weil jede Oberfläche, die vor der Substanz fertig ist, später wieder geöffnet wird: Feuchteschäden, Risse, undichte Leitungen und veraltete Elektrik müssen erledigt sein, bevor gespachtelt, gestrichen und verlegt wird.

Der häufigste Fehler nach dem Auszug ist der Griff zur Farbrolle am ersten Tag. Frisch gestrichene Wände sehen vermietbar aus – bis die Feuchte hinter der Badwand wieder durchschlägt oder der Elektriker für die neue Steckdose den Schlitz durch die neue Tapete stemmt. Deshalb steht am Anfang die nüchterne Prüfung der Substanz, Raum für Raum: Gibt es feuchte Stellen, Verfärbungen, muffigen Geruch? Ist der Estrich fest, sind Fliesen hohl, sind Fugen undicht? Funktionieren Armaturen, Eckventile, Abflüsse, Fenster, Türen?

Feuchte hat dabei Vorrang vor allem anderen. Ein Fleck ohne erkennbare Quelle, ein muffiger Geruch oder ein Wasserzähler, der bei geschlossenen Hähnen läuft, sind Anzeichen für eine Leckage – dann steht die Leckageortung vor jeder weiteren Arbeit, und nach der Reparatur die Bautrocknung nach Messwerten, bevor ein neuer Belag kommt. Welche Reihenfolge Ortung und Trocknung haben, erklärt der Beitrag Leckageortung oder Trocknung zuerst?; was bei Schimmel zu tun ist, der Beitrag Schimmelsanierung. Eine Leerwohnung, die über den Winter steht, braucht außerdem Frostschutz für die Leitungen – Leerstand im Winter.

In welcher Reihenfolge laufen die Gewerke in der Leerwohnung?

Rückbau und Entrümpelung, Feuchte und Reparaturen an der Substanz, Elektro- und Sanitärinstallation, Putz und Trockenbau, Malerarbeiten, Bodenbeläge, Küche und Einbauten, Endmontage – von innen nach außen und von oben nach unten, damit keine fertige Fläche mehr beschädigt wird.

  1. Rückbau und Entrümpelung: Zurückgelassene Möbel, alte Beläge, lose Tapeten, defekte Einbauten raus. Was der Mieter zurückgelassen hat, wird dokumentiert, bevor es entsorgt wird – Entrümpelung und Haushaltsauflösung.
  2. Substanz: Feuchteschäden orten, trocknen, Risse und Putzschäden schließen, hohle Fliesen und lose Estrichstellen erfassen.
  3. Installation: Leitungen, Steckdosen, Schalter, Anschlüsse – alles, was in Wand und Boden liegt, bevor diese geschlossen werden. Elektroarbeiten übernehmen eingetragene Fachpartner, die wir koordinieren; Sanitärinstallation und Bad erledigen unsere eigenen Monteure.
  4. Putz und Trockenbau: Schlitze schließen, Wände spachteln, Decken ausbessern, Vorsatzschalen stellen – dann die Trocknungszeit des Putzes abwarten, bevor gestrichen wird.
  5. Malerarbeiten: Wände und Decken streichen oder tapezieren, Türen und Zargen lackieren – vor dem Boden, damit kein Tropfen auf den neuen Belag fällt.
  6. Bodenbeläge: Vinyl, Laminat, Parkett oder Fliesen verlegen, Sockelleisten setzen. Bei Belägen auf Estrich zuerst die Restfeuchte prüfen.
  7. Küche und Einbauten: Einbauküche montieren oder aufarbeiten, Einbauschränke, Armaturen, Beleuchtung – ob die Küche mitvermietet wird, klärt Einbauküche mitvermieten.
  8. Endmontage und Feinreinigung: Steckdosenblenden, Lichtschalter, Türdrücker, Rauchwarnmelder prüfen; danach die Endreinigung – als letzter Schritt, nicht als erster.

Zwei Regeln halten die Reihenfolge stabil: Was in der Wand liegt, kommt vor dem, was auf der Wand liegt. Und was tropfen, stauben oder kratzen kann, kommt vor dem, was empfindlich ist. Wer die Gewerke in dieser Folge taktet, vermeidet die typischen Nacharbeiten – den zweiten Anstrich wegen des Elektrikers, den zerkratzten Boden wegen der Küchenmontage.

Welche Arbeiten dürfen parallel laufen – und welche nicht?

Parallel laufen können Arbeiten in verschiedenen Räumen und Gewerke, die sich nicht berühren – Bad und Wohnzimmer, Fenster und Keller; nacheinander müssen alle Schritte laufen, die eine Trocknungszeit oder eine fertige Fläche voraussetzen.

Die Trocknungszeiten sind der kritische Pfad in jeder Leerwohnung. Putz, Spachtel, Estrichreparatur, Fliesenkleber, Grundierung, Anstrich – jedes Material braucht seine Zeit, bevor das nächste Gewerk weitermacht. Diese Zeiten lassen sich nicht abkürzen, aber überbrücken: Während das Bad trocknet, wird im Wohnzimmer gestrichen; während der Boden im Flur aushärtet, wird im Schlafzimmer die Küche vorbereitet. Ein Bauablauf, der die Räume versetzt taktet, hält die Baustelle in Bewegung, ohne an der Reihenfolge zu rütteln.

Nicht parallel laufen sollten Arbeiten, die dieselbe Fläche brauchen: Streichen und Bodenlegen im selben Raum, Fliesen und Sanitärmontage am selben Tag, Küchenmontage, bevor der Boden begehbar ist. Und nicht vorgezogen werden sollte, was nur fertig aussieht: Die Wohnung ist nicht vermietbar, weil die Wände weiß sind, sondern weil Messwerte, Installation und Funktion stimmen. Wie ein verdichteter Bauablauf mit allen Gewerken funktioniert, zeigt der Beitrag Innenausbau aus einer Hand.

Welche Technik muss vor der Neuvermietung geprüft sein?

Rauchwarnmelder, Elektrik, Sanitär und Fenster: Vor der Übergabe sollten Melder vorhanden und funktionsfähig sein, Steckdosen und Sicherungen geprüft, Eckventile, Silikonfugen und Abflüsse in Ordnung und Fenster dicht und gängig – das sind die Punkte, die sonst in der ersten Woche als Mängelanzeige zurückkommen.

Die Technik ist der Teil der Wohnung, den der neue Mieter sofort nutzt und sofort bemerkt. Deshalb gehört vor die Übergabe eine Funktionsprüfung, die über das Auge hinausgeht: Läuft Warmwasser an allen Zapfstellen? Sind Eckventile gängig, Siphons dicht, Silikonfugen geschlossen? Funktionieren alle Steckdosen und Schalter, ist der Sicherungskasten beschriftet? Sind die Rauchwarnmelder vorhanden, geprüft und dokumentiert? Schließen Fenster und Türen, sind Dichtungen intakt, laufen Rollläden?

Vieles davon ist kleinteilig, aber es entscheidet über die ersten Wochen des neuen Mietverhältnisses. Eine Wartungs-Checkliste für die Übergabe liefert der Beitrag Wartung in der Mietwohnung. Was die Wohnung an Technik hat, gehört außerdem in die Beschreibung für das Inserat – wer eine Wohnung mit geprüfter Elektrik und dokumentierten Meldern anbietet, erspart sich spätere Diskussionen.

Woran erkennen Sie, dass die Wohnung wirklich vermietbar ist?

An vier Dingen: Alle Substanz- und Technikpunkte der Bestandsaufnahme sind abgehakt, alle Flächen sind fertig und gereinigt, die Unterlagen für die Übergabe liegen bereit, und die Wohnung ist fotografiert – erst dann lohnt das Inserat.

Vermietbar heißt nicht schön, sondern übergabefähig. Das lässt sich prüfen: Gehen Sie die Mängelliste aus dem Übergabeprotokoll noch einmal durch – ist jeder Punkt erledigt oder bewusst nicht erledigt? Gehen Sie die Technik durch – ist alles geprüft, dokumentiert, beschriftet? Ist die Endreinigung nach der letzten Montage erfolgt, nicht davor? Liegen Protokoll, Zählerstände, Schlüsselliste und die Unterlagen zu Meldern und Anlagen für die Übergabe bereit?

Erst jetzt kommen die Fotos für das Inserat: leere, saubere, helle Räume ohne Werkzeug und Abdeckfolie. Wer in der Reihenfolge vorher fotografiert, inseriert eine Baustelle. Wer nicht selbst vor Ort sein kann, lässt den Zustand durch einen Wohnungscheck mit Protokoll festhalten – für die eigenen Unterlagen und als Grundlage für die Übergabe an den neuen Mieter. Alle Leistungen für Eigentümer, die ihre Wohnung nicht selbst betreuen: Für Kapitalanleger.

Was ist bei mehreren Wohnungen oder im Mehrfamilienhaus anders?

Die Reihenfolge bleibt dieselbe, aber sie wird zum Standard: ein Ausstattungskatalog, eine Mängelliste je Einheit, ein Terminplan über alle Wohnungen – so lassen sich Leerwohnungen im Takt bearbeiten, ohne dass jede Wohnung neu entschieden wird.

Hausverwaltungen und Bestandshalter mit mehreren Einheiten gewinnen am meisten, wenn sie die Entscheidungen einmal treffen und dann wiederholen: Welcher Bodenbelag, welche Wandfarbe, welche Armaturen, welche Küche kommen in jede Leerwohnung? Der Beitrag Sanierungsstandard und Ausstattungskatalog beschreibt, wie ein solcher Standard entsteht. Mit ihm wird aus der Reihenfolge ein Ablauf, der je Wohnung nur noch an der Mängelliste angepasst wird.

Zwei Punkte kommen im Mehrfamilienhaus hinzu. Erstens die Abstimmung mit den Nachbarn: Lärm, Staub und Zugang zu Gemeinschaftsflächen gehören angekündigt, Treppenhaus und Aufzug geschützt. Zweitens die Dokumentation je Einheit: Was in welcher Wohnung in welchem Zustand übergeben wurde, muss auch nach dem dritten Mieterwechsel noch nachvollziehbar sein. Für Verwaltungen, die das nicht selbst fahren wollen, gibt es die Zusammenarbeit mit festem Meldeweg – Für Hausverwaltungen.

Was übernimmt Handwertig beim Vermietbar-Machen?

Die Handwertig GmbH aus Stockach übernimmt die Leerwohnung aus einer Hand – von der Bestandsaufnahme mit Protokoll über Rückbau, Substanz, Sanitär, Putz, Trockenbau, Malerarbeiten, Böden und Küche bis zur Übergabe – oder einzelne Gewerke daraus, im ganzen Landkreis Konstanz.

Wir sind eingetragener Meisterbetrieb für drei Gewerke – Maler und Lackierer, Installateur und Heizungsbauer sowie Stuckateur – mit Sitz in Stockach. In der Leerwohnung führen wir Malerarbeiten, Putz- und Stuckarbeiten, Trockenbau, Sanitär und Bad, Bodenbeläge und die Montage von Küchen für vermietete Wohnungen mit eigenen Handwerkern aus; Fliesen, Estrich und Parkett verlegen wir mit eigenen Mitarbeitern. Elektroarbeiten führen eingetragene Fachpartner aus; wir koordinieren sie und bleiben Ihr Ansprechpartner. Feuchteschäden orten und trocknen wir selbst, mit Befundbericht und Messprotokoll.

Die Reihenfolge oben ist unser Bauablauf: Nach der Bestandsaufnahme bekommen Sie einen schriftlichen Kostenvoranschlag je Gewerk, danach den Terminplan. Maßgeblich ist der schriftliche, individuell kalkulierte Kostenvoranschlag nach Begehung; Abweichungen stimmen wir vor der Ausführung mit Ihnen ab. Den Terminplan legen wir bei Auftragserteilung gemeinsam mit Ihnen fest. Was wir für uns als ausführender Betrieb noch nicht abschließend geklärt haben, ist die Frage, wie weit eine Verwaltung die Entscheidung Auffrischen oder Modernisieren an uns delegieren kann – wir schlagen vor und begründen, entscheiden tun Eigentümer oder Verwaltung.

Checkliste: Was ist vor dem ersten Handwerker geklärt?

Acht Punkte, die vor dem ersten Termin feststehen sollten – vom Übergabeprotokoll bis zur Frage, wer entscheidet.

  • Übergabeprotokoll: Fotos Raum für Raum mit Datum, Zählerstände, Schlüsselliste, Mängelliste – am Tag der Rückgabe.
  • Schönheitsreparaturen: Was der Mieter schuldet und was Sie übernehmen, ist geklärt oder bewusst offen gelassen.
  • Umfang: Auffrischen oder modernisieren – die Entscheidung ist getroffen, mit Zielgruppe und Mietsituation abgestimmt.
  • Substanz: Feuchte, Risse, Leitungen, Elektrik geprüft; Feuchteverdacht geortet, bevor etwas verschlossen wird.
  • Technik: Rauchwarnmelder, Sicherungen, Eckventile, Silikonfugen, Fenster auf der Prüfliste.
  • Standard: Bei mehreren Einheiten ein Ausstattungskatalog, sonst eine Materialliste je Raum.
  • Zugang und Nachbarn: Schlüssel, Parken, Treppenhausschutz, Ankündigung im Haus.
  • Entscheider: Wer gibt Kostenvoranschläge frei, wer nimmt ab, wer übergibt an den neuen Mieter?

So geht es weiter: Schildern Sie uns Ihr Vorhaben über die Anfrage oder rufen Sie an (07732 89064 80, Mo–Fr 9–17 Uhr). Das Erstgespräch ist kostenlos; auf Wunsch folgt eine Begehung vor Ort mit schriftlichem Kostenvoranschlag.

Häufige Fragen

Welche Arbeit kommt nach dem Auszug als allererste?

Die Übergabe mit Protokoll, nicht der Anstrich. Fotos Raum für Raum mit Datum, Zählerstände, Schlüsselliste und Mängelliste halten fest, in welchem Zustand der Mieter die Wohnung zurückgibt. Das Protokoll ist die Grundlage für die Kautionsabrechnung und zugleich die erste Bestandsaufnahme für alle folgenden Arbeiten – und es muss am Tag der Rückgabe entstehen, weil Ersatzansprüche des Vermieters nach der Rückgabe in kurzer Frist verjähren.

Sollte ich zuerst streichen, damit die Wohnung schnell gezeigt werden kann?

Nein. Frisch gestrichene Wände sehen vermietbar aus, aber jede Oberfläche, die vor der Substanz fertig ist, wird später wieder geöffnet – für die Leitung, die Steckdose oder den Feuchteschaden dahinter. Die Reihenfolge lautet: Substanz und Installation zuerst, dann Putz und Trockenbau, dann Malerarbeiten, dann Böden, zuletzt Reinigung und Fotos. Wer vorher zeigt, zeigt eine Baustelle.

Wie entscheide ich, ob ich die Leerwohnung nur auffrische oder modernisiere?

Mit drei Fragen vor dem ersten Handgriff: Was hat das Ende seiner Nutzungsdauer erreicht und muss ohnehin erneuert werden? Was verlangt die Zielgruppe, an die Sie vermieten wollen? Und was davon ist Modernisierung mit Auswirkung auf die Miete, was Instandhaltung? Die Antworten ergeben den Umfang, und der Umfang ergibt die Reihenfolge – ein Bad oder neue Leitungen ändern den ganzen Ablauf.

Was tun, wenn bei der Bestandsaufnahme eine feuchte Stelle auffällt?

Dann hat die Feuchte Vorrang vor allem anderen. Ein Fleck ohne erkennbare Quelle, muffiger Geruch oder ein Wasserzähler, der bei geschlossenen Hähnen läuft, sprechen für eine Leckage: zuerst orten, dann reparieren, dann nach Messwerten trocknen, und erst mit der Freimessung werden Belag und Anstrich erneuert. Wer die Stelle überstreicht, baut den Schaden in die Neuvermietung ein.

Welche Arbeiten in der Leerwohnung können gleichzeitig laufen?

Arbeiten in verschiedenen Räumen und Gewerke, die sich nicht berühren: Während das Bad trocknet, wird im Wohnzimmer gestrichen; während der Boden im Flur aushärtet, wird die Küche vorbereitet. Nacheinander müssen alle Schritte laufen, die eine Trocknungszeit oder eine fertige Fläche voraussetzen – Streichen und Bodenlegen im selben Raum, Fliesen und Sanitärmontage am selben Tag, Küchenmontage vor begehbarem Boden gehören nicht zusammen.

Welche Technik muss vor der Übergabe an den neuen Mieter geprüft sein?

Rauchwarnmelder vorhanden, geprüft und dokumentiert; Steckdosen, Schalter und Sicherungskasten geprüft und beschriftet – Elektroarbeiten durch eingetragene Fachpartner; Warmwasser an allen Zapfstellen, Eckventile gängig, Siphons dicht, Silikonfugen geschlossen; Fenster, Türen und Rollläden gängig und dicht. Diese Punkte kommen sonst in der ersten Woche als Mängelanzeige zurück.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Fotos zum Inserat?

Ganz am Ende, nach Endmontage und Feinreinigung: leere, saubere, helle Räume ohne Werkzeug und Abdeckfolie. Wer früher fotografiert, inseriert eine Baustelle und verhandelt später über Zustände, die es dann nicht mehr gibt. Wer nicht selbst vor Ort sein kann, lässt den fertigen Zustand mit einem Wohnungscheck-Protokoll festhalten – als Grundlage für Inserat und Übergabe.

Übernimmt Handwertig die ganze Leerwohnung oder nur einzelne Gewerke?

Beides. Aus einer Hand übernehmen wir Bestandsaufnahme, Rückbau, Substanz, Sanitär und Bad, Putz, Trockenbau, Malerarbeiten, Böden und Küchenmontage bis zur Übergabe – mit einem Kostenvoranschlag je Gewerk und einem Terminplan. Einzelne Gewerke beauftragen Sie genauso. Elektroarbeiten führen eingetragene Fachpartner aus, die wir koordinieren; Feuchteschäden orten und trocknen wir selbst mit Befundbericht und Messprotokoll.

Quellen und Stand

Dieser Beitrag beruht auf unserer eigenen Recherche der Gesetzeslage mit Stand November 2026. Angaben ohne Gewähr, keine Rechtsberatung – im Zweifel hilft eine rechtliche Beratung oder die zuständige Behörde weiter. Quellen:

Autor: Bernd Gundlach, Geschäftsführer der Handwertig GmbH

Fachliche Verantwortung: Steffen Köhler, Prokurist und Quartiermeister; bautechnische Angaben Simon Franz, Maler- und Lackierermeister (HWK)

Veröffentlicht: 07.11.2026

Rechtliche Angaben beruhen auf eigener Recherche (Stand: November 2026) und sind keine Rechtsberatung.

Wer bei Handwertig prüft – Über uns

Unser Einzugsgebiet:
Konstanz Radolfzell Singen Stockach Allensbach Engen Landkreis Konstanz, Hegau und angrenzende Gemeinden

Genau Ihr Thema?

Sprechen wir darüber.

Wir sind das Sanierungsteam aus dem Landkreis Konstanz und beantworten Ihre Frage unverbindlich. Wir melden uns bei Ihnen.

Aktuell von der Baustelle

Neues aus unseren Projekten.

Laufende Einblicke aus unserem Instagram-Kanal @handwertig – „Gefällt mir“ und Kommentare laut Instagram, Stand 08.11.2026.

  • Infografik mit Text zu Selbstkosten einer Malerstunde auf dunkelblauem Hintergrund
  • Was kostet eine Malerstunde? – Bild 2 von 3, Handwertig GmbH
  • Ein Diagramm zeigt die Kostenumrechnung von Selbstkosten zum Kundenpreis, einschließlich Gewinn, Steuern und Umsatzsteuer.

Was kostet eine Malerstunde?

Wir haben es einmal offen durchgerechnet: vom Betrag, der beim Gesellen auf dem Konto ankommt, bis zum Preis auf der Rechnung. 14,74 Euro netto erhält ein Geselle je gearbeiteter Stunde.

3 Bilder7 Gefällt mir0 Kommentare
  • Besprechungsraum mit rustikalem Holztisch, weißen Wänden, Holzdecke und Schienenbeleuchtung
  • Aus 2 Standorten wurde 1 Headquarter. Bis Anfang 2025 waren wir auf … – Bild 2 von 8, Handwertig GmbH
  • Aus 2 Standorten wurde 1 Headquarter. Bis Anfang 2025 waren wir auf … – Bild 3 von 8, Handwertig GmbH
  • Offener Wohn- und Küchenbereich mit weißen Küchenfronten, goldfarbener Armatur und Holzverkleidung an der Decke
  • Innentreppe mit Metallgeländer und Holzhandlauf unter sichtbarer Holzbalkendecke, weiße Innentüren im Flur
  • Moderne Küche mit weißer Kochinsel, grüner Glasrückwand, Kupferleuchten und Holzdecke
  • Moderne Küche mit weißer Kochinsel, integriertem Kochfeld und Holzdecke mit sichtbaren Balken
  • Gäste-WC mit Blumentapete in Blau- und Rosatönen, weißem Handwaschbecken und rundem Wandspiegel

Aus 2 Standorten wurde 1 Headquarter. Bis Anfang 2025 waren wir auf …

Unten Werkzeug-, Kommissions- und Materiallager. In der Mitte Sanitärräume, Verbrauchsmaterial und Küche. Unterm Dach Büro, Besprechung und Bemusterung. Warum Stockach? Die Autobahn liegt vor der Tür, und für alle im Team ist der Weg kurz.

8 Bilder34 Gefällt mir0 Kommentare
Fuhrparktag bei Handwertig. – Beitrag vom 07.11.2026, Handwertig GmbH

Fuhrparktag bei Handwertig.

Jeden ersten Donnerstag im Monat fährt unsere ganze Flotte, wird innen ausgeräumt und geputzt. Jedes Fahrzeug und sein Zustand werden protokolliert, Service- und Wartungstermine direkt vereinbart. Der Kniff: Vorher tauschen alle die Schlüssel.

Video23 Gefällt mir0 Kommentare

Alle Posts ansehen

Newsletter

Bleiben Sie dem Sanierungsstau voraus.

Einmal im Quartal: Förderfristen, GModG-Pflichten (bis Juli 2026 GEG), Praxiswissen und echte Projektzahlen aus dem Landkreis Konstanz. Kein Spam, keine Floskeln – und jederzeit mit einem Klick abbestellbar.

Mitglied und Partner
☎︎ Anrufen Anfrage →